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Am Montagvormittag, den 06.02.2017, fuhren wir, die Klassen 7b und 7cM mit unseren Lehrern Frau Ruttmann, Herrn Heinz und Herrn Karlitzek nach Hobbach ins Schullandheim. Als wir dort ankamen, begrüßten uns der Diplombiologe Herr Bürgin und Frau Hetzel, eine Auszubildende zur Erzieherin recht herzlich. Anschließend bezogen wir die Zimmer. Kurz danach gab es schon Mittagessen. Im Anschluss an die Mittagspause wanderten wir zur Wolfsgrube. Dort angekommen wagte es sogar ein Schüler in die diese hinabzusteigen, um festzustellen, dass ein Wolf alleine niemals aus dieser Grube herauskommen kann – der Schüler aber schaffte es! Um 18 Uhr gab es Abendessen. Jeden Abend ging Herr Karlitzek mit einigen Kindern in die Sporthalle zum Fußball spielen, während die andere Gruppe mit Herrn Heinz und Frau Ruttmann im Gruppenraum gemeinsam Spiele, wie zum Beispiel „Black Stories“, spielten. Um 22 Uhr gingen alle in ihre Zimmer zur ersten Nachtruhe.

Am Dienstag früh waren wir in der Sporthalle und haben bei Team Time Aufgaben lösen sollen. Herr Bürgin stellte uns zum Beispiel vor die Herausforderungen, mit Teamskiern zu fahren, den Tower of Power aufzubauen, einen großen Gymnastikball ohne Hände zu transportieren oder ein mit Wasser gefülltes Glas auf einer Tischdecke zu einem Platz zu tragen – und dabei waren immer alle Teammitglieder beteiligt. Diese Spiele konnten wir nur als Team schaffen. Nach dem Kennenlernen der Aufgabe besprach sich die Gruppe und entwickelte dabei einen Plan. Wenn sich einer nicht beteiligte oder an den Plan hielt, konnten wir die Aufgabe nicht lösen. Somit stellten wir fest, dass jeder im Team gebraucht wurde und wichtig war. Nach der Mittagspause trafen wir uns am Labor, um mit Frau Hetzel im Bach Elsava Kleintiere zu fangen. Die gefundenen Kleintiere, wie zum Beispiel Dreieckskopfstrudelwurm, Köcherfliegenlarve und andere, sammelten wir in kleinen mit Wasser gefüllten Behältern, brachten sie ins Labor und betrachteten sie unter dem Mikroskop. Schließlich zeichneten wir die Kleintiere und notierten dazu deren Merkmale. Unser Abend verlief wieder wie gewohnt: Abendessen, Fußball oder Spiele.

Den Mittwoch verbrachten wir bei schönem Wetter wandernd durch den Spessart. Herr Karlitzek allerdings hatte einige Überraschungen für uns dabei. Als erste Aufgabe mussten die in drei Gruppen eingeteilten Klassen einen auf den Fingern liegenden Stab ablegen – gar nicht so leicht, wenn keiner vom Stab weg darf. An einem kleinen zugefrorenen See angekommen spielten wir „Alaska“. Eine Gruppe warf einen Holzklotz weg und ein Mitglied der Gruppe musste diesen umrunden, während die andere Gruppe den Holzklotz aufnahm und durch eine „Beingasse“ hindurchreichte – dies immer im Wechsel. Spannend war es, dass immer wieder einige Kinder per Wanderkarte die Gruppe durch den Spessart führte. Nach einem Einkaufszwischenstopp in Mespelbrunn wanderten wir meist an einem Bach entlang wieder zurück. Die letzten beiden Aufgaben lösten wir auf einer Wiese: Es galt eine Plane umzudrehen, auf der jeweils sieben SchülerInnen standen, ohne dass jemand dabei den Boden berühren durfte. Auch musste ein langes Seil zu einem Quadrat geformt werden, wobei alle das Seil mit den Händen hielten und es galt die Aufgabe ohne zu sprechen zu lösen. Das war gar nicht so einfach! Am Abend wie gewohnt: Abendessen, Fußball und Spiele.

Den Höhepunkt aus unserer Sicht erlebten wir am Donnerstag: Hochseilgarten. Zunächst legten wir unter Anleitung und Kontrolle der Klettertrainer die Klettergurte an und wurden dann in drei Gruppen eingeteilt. Im Wechsel absolvierten die Gruppen die einzelnen Stationen „Netz hochklettern“, „Doppelter Seilsteg“, Seilgasse durchqueren“ und zum Abschluss einen einzelnen Stamm hochsteigen, in ungefähr 7 Meter Höhe stehen – umdrehen – und in die Sicherung fallen lassen – ein absoluter Adrenalinkick! Hierbei nahmen wir die Erkenntnisse mit, dass durch das gegenseitige Sichern innerhalb der Gruppe auch wieder jeder einzelne wichtig ist und dass wir gemeinsam und alleine ganz schön viel erreichen können, wenn wir wollen. Nach dem Mittagessen trafen wir uns im Labor, um uns mit Herrn Bürgins Hilfe mit dem Thema „Ekeltiere“ auseinanderzusetzen. Zunächst zeigte er uns den toten Körper seiner letztes Jahr verstorbenen Vogelspinne – ganz schön groß und unheimlich auch noch als totes Tier. Danach durften einige einen süßen Stallhasen streicheln. So lernten wir den Unterschied zwischen ekligen und süßen Tieren kennen. Es ging aber noch weiter. Herr Bürgin holte nach und nach weitere lebende Tiere, wie etwa die Madasgaskar Fauchschabe, das „Lebende Blatt“, Larven von Schwarzkäfern, Stabschrecken und einen Axolotl. Wieder in Kleingruppen setzten wir uns mit den Tieren auseinander und brachten Interessantes über sie in Erfahrung. Somit legte sich bei einigen von uns die Scheu und der Ekel vor den Tieren – eine interessante Erfahrung. Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam im Gruppenraum mit lustigen Spielen. Frau Ruttmann und Herr Karlitzek beauftragten die beiden Klassen, dass sich einzelne Gruppen Spiele und Einlagen für einen „bunten Abend“ überlegen sollten. Sehr lustig und abwechslungsreich verbrachten wir so einen kurzweiligen Abend und gingen zur letzten Nacht auf unsere Zimmer.

Am letzten Vormittag packten wir und reinigten grob unsere Zimmer, um uns beim letzten Frühstück wieder auf zu Hause zu freuen. So endete unser Schullandheimaufenthalt und wir erreichten schließlich am Freitagvormittag mit vielen Eindrücken beladen Hammelburg.

Verfasst von den Schülern/Innen der Klasse 7b