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Abschlusspräsentation der Betrieblichen Lernaufgabe an der Mittelschule Hammelburg

Hammelburg, am 05.07.2018 präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Regelklassen der 8. Jahrgangsstufe in der Mittelschule Hammelburg der Öffentlichkeit ihre „betriebliche Lernaufgabe“.

Alina präsentierte beispielsweise den Beruf Forstmaschinenführer/in und erklärte anhand einer Holzrückemaschine, die extra für die Präsentation auf den Pausenhof gefahren worden war, den Vorgang des Holzrückens. Pius erklärte wie man als Straßenwärter Verkehrsschilder montiert. Auch wurde den Besuchern gezeigt, wie eine Trockenmauer gebaut wird, welche Schritte zur Herstellung eines kleinen Bücherregals notwendig sind oder wie das Lackieren eines Kotflügels funktioniert. Die Anwesenden wurden aber auch von den Schülern und Schülerinnen motiviert, bei Fitnessübungen oder Bastelangeboten mitzumachen. Weiter informierten die Schüler, unterstützt von anspruchsvollen und anschaulichen Plakaten, über ihre Betriebe, bei welchen sie Praktika absolviert hatten und über den dazugehörigen Ausbildungsberuf. Die Schülerinnen und Schüler standen den Besuchern, Familienangehörigen, Mitschülern und Vertretern der Betriebe dabei Rede und Antwort.

Diese Präsentation der „betriebliche Lernaufgabe“ ist Bestandteil des Praktikumsmodells „Kontinuierlicher Praxistag“, welches die Schülerinnen und Schüler von März bis Juli 2018 absolvierten. Das Praktikumsmodell begann mit einer Einführungswoche und ging danach in einen kontinuierlichen Praxistag einmal wöchentlich im Praktikumsbetrieb über. Während der Praktikumsdauer wurde selbstständig eine „betriebliche Lernaufgabe“ von den Praktikantinnen und Praktikanten gewählt und ausgearbeitet.

Auf die Vorteile dieses Praktikumsmodell, welches vom Landkreis Bad Kissingen und der Agentur für Arbeit unterstützt wird, ging die stellvertretende Schulleiterin Monika Horcher bei ihrer Begrüßung ein. Da die Schüler fünf Monate lang in einen Betrieb gingen, lernen sie auch unterschiedliche Projekte und Aufgaben kennen, die je nach Jahreszeiten variieren können. Umgekehrt lerne der Betrieb die Entwicklungsfortschritte des Praktikanten besser kennen und könne sich von seinem Talent überzeugen. Dieses Praktikumsmodell praktizieren die Mittelschulen im Landkreis Bad Kissingen Hammelburg bereits zum elften Mal und man habe gute Erfolge zum einen bei der Lehrstellensuche erzielt, zum anderen wurde dadurch auch die Zahl derjenigen Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung abbrechen, weniger.

Die Tatsache, dass die Achtklässler aufgrund dieses Praktikumsmodells in ihrer Berufswahl sicherer wurden, bestätigte sich auch beim Rundgang durch die einzelnen Stände der Schülerinnen und Schüler. Auf die Frage, ob sie sich eine Ausbildung in diesem Beruf vorstellen könne, antwortete Lara, die als Malerin und Lackiererin ihren kontinuierlichen Praxistag absolviert hatte, dass ihr dieser Beruf sehr gefiele und sie ihre Eignung noch einmal in der neunten Klasse in einem anderen Betrieb für sich überprüfe. Nino dagegen sucht ein Praktikum in einem neuen Berufsfeld. Er habe während der Praxistage als Sport-und Fitnesskaufmann gemerkt, dass ein Beruf, der im Freien ausgeübt wird, vielleicht besser zu ihm passe und möchte daher als nächstes den Beruf des Straßenwärters für sich testen.

Betreut und vorbereitet wurde dieses Praktikumsmodell von den jeweiligen Klassenlehrern, Herrn Heinz und Herrn Friese, in Zusammenarbeit mit der Betreuerin des Berufsorientierungsnetzwerkes der Gesellschaft zur beruflichen Förderung Schweinfurt (GbF), Frau Schömig. Alle drei zeigten sich zufrieden mit den Präsentationen ihrer Schülerinnen und Schüler und bestätigten, dass jene innerhalb diesen Zeitraums große Schritte in der persönlichen Berufsorientierung gemacht hätten.

Verfasser: Martina Bohla, Wiebke Schömig

Fotos: Martina Bohla

 

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