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„Den behalt‘ ich gleich da!“ oder „Aus ihr kann man was machen“, lautete das Fazit von Norbert Spahn und einigen anderen Chefs, die einen Praktikanten der Mittelschule Hammelburg in den vergangenen vier Monaten betreut hatten. In einer Einführungswoche Anfang Februar und anschließend jedem Mittwoch schnupperten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8aG und der 8b in den Arbeitsalltag verschiedener regionaler Betriebe hinein. Die 47 Jugendlichen bekamen die Gelegenheit, die verschiedenen Aufgaben ihres ausgewählten Berufes und den Betrieb kennenzulernen. Am Dienstagnachmittag präsentierten sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen.

Rektorin Ingeborg Hoffmann betonte, wie großartig die Chance für die Schüler sei, die eigenen Fähigkeiten direkt dem zukünftigen Arbeitgeber zeigen zu können und für sich selbst herauszufinden, ob der Beruf den Vorstellungen entspricht. Für die Betriebe biete sich die Möglichkeit, zu erkennen, ob der Praktikant geeignet ist, ins Team passe oder in einem anderen Beruf eventuell besser aufgehoben wäre. Keine andere weiterführende Schule ermögliche diesen Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt.

„Geht raus in die Arbeitswelt, sucht Euch einen Beruf, der Euch Spaß macht und habt Freude bei dem, was Ihr tut. Nutzt das Praktikum.“, forderte unsere 3. Bürgermeisterin Rita Schaupp die Jugendlichen auf. Anschließend stellte Noel (8aG) den Beruf des Anlagenmechaniker vor und zeigte, wie man fachgerecht eine Rohrverbindung herstellt. Jonas (8b) erklärte in Bildern, wie er einen jungen Apfelbaum im Pausenhof der Schule gepflanzt hat. Das Praktikum als Forstwirt hat ihm so gut gefallen, dass er nach eigener Aussage seinen Wunschberuf gefunden hat.

Etwa 70 geladene Gäste, Vertreter der Betriebe und Eltern staunten über die Bandbreite der informativen Messestände. Blutdruck messen, Zähne putzen, Ständerwand bauen, Kinderpflege, Reifenwechsel, Wände streichen und verputzen, Metallarbeiten, Haare flechten, Lieferscheine schreiben, Plakate gestalten, Torte backen - jeder präsentierte seine erlernten Tätigkeiten und Erfahrungen und gab den Interessierten Auskunft. Der Blick zum Nachbarstand inspirierte einige Schüler für das zweite Praktikum, welches in der 9. Klasse auf dem Lehrplan steht. „Kindergarten ist nichts für mich. Ich will lieber ins Büro“, hat Juliana für sich erkannt. Die Achtklässlerin weiß jetzt schon, wo sie sich bewerben will. Auch festzustellen, welche Tätigkeiten einem nicht liegen, sind wichtige Erkenntnisse, auf dem Weg zum richtigen Beruf.